Werdenbergschule Profil Berufsorientierung

https://www.werdenbergschule.de/die-schule/berufsorientierungsprofil

 

Simon Fuhr

Berufsberater

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/balingen-reutlingen/werdenbergschule

Als Berufsberater der Agentur für Arbeit Reutlingen berate und unterstütze ich Schülerinnen und Schüler und deren Eltern umfassend bei allen Fragen rund um die Berufswahl.

 

Mein Beratungs- und Unterstützungsangebot:

 

  • Berufsorientierungsveranstaltungen ab der 8. Klasse (Unterricht in der Schule und Informationsveranstaltung im BiZ in Reutlingen)
  • Persönliche und individuelle Beratung im BiZ sowie in der Schule
  • Stärken- und Interessenanalyse innerhalb der Beratung oder mit Hilfe eines Berufswahltestes
  • Informationsveranstaltung für Eltern im Rahmen eines Elternabends
  • Anforderungen von Berufen besprechen
  • Vorstellung des regionalen Ausbildungsangebotes
  • Vermittlung von passenden Ausbildungsstellen
  • Hinweise auf Praktikumsmöglichkeiten
  • alternative Ausbildungsberufe erarbeiten
  • Übersicht von Überbrückungsmöglichkeiten aufzeigen
  • Beratung zu weiterführenden Schulen
  • Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit

Ich freue mich über Deine/Ihre Anfragen.

BO Unterlagen für Schüler Eltern und Firmen

BO-Anschreiben-Firmen-2526_Werdenbergschule.pdf

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BO-Adressformular-2526_SuS_auszufuellen.pdf

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BO-Anschreiben-Eltern-2526_Werdenbergschule.pdf

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BO_zusaetzlich_Werdenbergschule.pdf

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Ratgeber_erfolgreiches_Praktikum_Eltern_und_Schueler.docx

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IHK Ausbildungsatlas

www.ihk-ausbildungsatlas.de

Ratgeber: Erfolgreiches Praktikum - wichtige Informationen für Schüler und Eltern

Ratgeber: Erfolgreiches Betriebspraktikum

Für Schülerinnen und Schüler – und für Eltern

Dieser Leitfaden hilft euch, das Praktikum sinnvoll vorzubereiten, sicher zu absolvieren und gut nachzubereiten. Regeln können je nach Bundesland und Schule variieren – bitte die schulischen Vorgaben beachten.

Für ein gelungenes Praktikum bringen Schülerinnen und Schüler idealerweise Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit (Arbeitszeiten einhalten, Absprachen beachten), Motivation und Lernbereitschaft (Interesse zeigen, Fragen stellen, Neues ausprobieren), Kommunikationsfähigkeit und Höflichkeit (klar nachfragen, freundlich auftreten), Verantwortungsbewusstsein und Sicherheit (Arbeitsanweisungen befolgen, Arbeitsschutz beachten, Vertrauliches wahren), Teamfähigkeit (respektvoll zusammenarbeiten), Durchhaltevermögen und eine konstruktive Fehlerkultur (dranbleiben, aus Fehlern lernen) sowie Selbstorganisation (Tagesablauf planen, Notizen führen, passende Kleidung und Materialien bereithalten) mit. 

Eltern und Erziehungsberechtigte unterstützen, indem sie die Vorbereitung klären (Anfahrt, Zeiten), eine verlässliche Morgenroutine ermöglichen, regelmäßige kurze Rückmeldungen anregen und bei Problemen frühzeitig den Kontakt zu Schule und Betrieb suchen.


Ziele klären – die Basis für Erfolg

  • Interessen definieren: Was möchte ich ausprobieren (z. B. Soziales, Technik, Medien, Handwerk)?
  • Lernziele festhalten: Welche Fähigkeiten will ich testen oder entwickeln (z. B. Pünktlichkeit, Teamarbeit, Kundenkontakt)?
  • Erwartungen abgleichen: Mit Eltern und ggf. Praktikumsbetrieb kurz besprechen, was realistisch ist.

Praktikumsplatz finden – kurz & wirkungsvoll

  • Quellen nutzen: Schul‑Aushänge, lokale Betriebe, Familien‑ und Freundeskreis, kommunale Portale, Kammern (IHK/HWK), Berufsberatung.
  • Kurzbewerbung: Knappes Anschreiben, 1‑seitiger Lebenslauf, Praktikumszeitraum, Kontaktdaten. Freundlicher Telefonanruf kann Türen öffnen.
  • Passung checken: Arbeitsweg, Zeiten, Arbeitskleidung, Sicherheitsvorgaben, Ansprechperson klären.

Vor dem Praktikum – Checkliste

  • Schülerinnen und Schüler
    • Weg, Zeiten, Treffpunkt, Ansprechpartnerin/Ansprechpartner notieren.
    • Kleidung/Schuhe/Schutzausrüstung klären; ggf. Verpflegung mitnehmen.
    • Fragen vorbereiten: Aufgaben, Pausen, Regeln, Dokumentation (Berichtsheft).
    • Notfallkontakte im Handy und auf Papier.
  • Eltern
    • Einverständniserklärungen und Formulare vollständig abgeben.
    • Hin‑ und Rückweg, Notfallkontakte, Absprachen zu Abwesenheit/Krankheit klären.
    • Erwartungsgespräch: Was will das Kind lernen? Wobei braucht es Unterstützung?

Während des Praktikums – so gelingt der Alltag

  • Auftreten
    • Pünktlich, freundlich, angemessen gekleidet erscheinen.
    • Handy nur in Pausen und nach Betriebsregel verwenden.
    • Aktiv sein: Nachfragen, ob du helfen kannst; Interesse zeigen.
  • Kommunikation
    • Bei Unklarheit sofort nachfragen; Aufgaben in eigenen Worten zusammenfassen.
    • Höflich und respektvoll – auch in stressigen Momenten.
    • Feedback erbitten: „Was kann ich beim nächsten Mal besser machen?“
  • Lernen & Dokumentieren
    • Tägliche Notizen: Aufgaben, Werkzeuge, neue Begriffe, Erlebnisse.
    • Begriffe nachschlagen; Kolleginnen und Kollegen um kurze Erklärungen bitten.
  • Sicherheit
    • Unterweisungen ernst nehmen; Schutzbrille/Schuhe tragen, wenn verlangt.
    • Keine Maschinen/Arbeitsmittel ohne Einweisung bedienen.
    • Unfälle sofort melden – auch kleine.
  • Umgang mit Schwierigkeiten
    • Bei Überforderung: Aufgabe stoppen, nach Anleitung fragen.
    • Bei unangemessenen Aufgaben/Umgangston: höflich Grenzen benennen, Kontaktperson oder Schule informieren.
    • Krank? Betrieb und Schule am Morgen telefonisch informieren, Attest nachreichen, wie von der Schule gefordert.

Rechtliches in Kürze (Deutschland)

  • Arbeitszeiten (minderjährig): In der Regel max. 8 Stunden/Tag, 40 Stunden/Woche; keine Nacht‑, Sonn‑ oder Feiertagsarbeit (Ausnahmen je nach Branche/Schule möglich).
  • Pausen: Ab >4,5 Std. mind. 30 Min., ab >6 Std. mind. 60 Min. Pausen dürfen nicht am Stück am Tagesende liegen.
  • Tätigkeiten: Keine gefährlichen Arbeiten; Unterweisungen sind Pflicht.
  • Versicherung: Schulpraktika sind meist über die Schule/unfallversicherung abgesichert; Wegeunfälle eingeschlossen. Details bei der Schule erfragen.
  • Datenschutz/Schweigepflicht: Betriebsinterna, Kundendaten und Fotos ohne Erlaubnis sind tabu.

Digitales & Datenschutz

  • Keine Fotos/Videos im Betrieb ohne ausdrückliche Erlaubnis.
  • Kundendaten/Betriebsgeheimnisse nicht weitergeben oder privat speichern.
  • Passwörter nie teilen; nur freigegebene Geräte/Accounts nutzen.

Rolle der Eltern – sinnvoll unterstützen

  • Rahmen sichern: Pünktlicher Start, verlässlicher Transport, passende Kleidung/Verpflegung.
  • Begleiten statt steuern: Eigenständigkeit fördern; Rückfragen ans Kind richten („Was willst du morgen lernen?“).
  • Kontaktpunkt: Bei Konflikten oder Sicherheitsfragen Kontakt zur Schule halten, nicht direkt Druck im Betrieb ausüben – erst klären, dann handeln.

Tages-Check: 60 Sekunden

  • Vor dem Start: Uhrzeit, Ort, Ansprechpartnerin/Ansprechpartner? Schutzkleidung dabei? Handy auf lautlos?
  • Im Verlauf: Pausenregel geklärt? Eine Sache neu gelernt? Notizen gemacht?
  • Am Ende: Arbeitsplatz sauber? Morgenzeit bekannt? Kurzes Dankeschön gesagt?

Nach dem Praktikum – Reflexion & Auswertung

  • Schülerinnen und Schüler
    • Kurzbericht/Portfolio vervollständigen: Aufgaben, Lernerfolge, Fotos von erlaubten Arbeitsprodukten, Fachbegriffe.
    • Reflexion: Was hat Spaß gemacht? Was fiel schwer? Passt der Beruf zu mir? Welche nächsten Schritte (Schnuppertag, AG, Beratung)?
    • Danke sagen: Kurze E‑Mail/Karte an die Ansprechperson.
  • Eltern
    • Gespräch anregen: Zuhören, Erfolge würdigen, realistische Perspektiven besprechen.
    • Bei Interesse vertiefen: Weitere Einblicke organisieren, z. B. Tag der offenen Tür, Berufsberatung, Praktikum in den Ferien.

Häufige Stolpersteine – und Lösungen

  • Unklare Aufgaben → Kurz zusammenfassen: „Ich habe verstanden, dass… Stimmt das so?“
  • Lange Leerlaufzeiten → Proaktiv anbieten: Aufräumen, Materialien vorbereiten, mitlaufen, Fragen notieren.
  • Unsicherheit/Fehlerangst → Kleine Zwischenschritte erbitten; „Darf ich das einmal vormachen lassen?“
  • Konflikt mit Personen → Sachlich bleiben, Beispiele notieren, Ansprechperson/Schule einbeziehen.